Durchlässigkeit in die Hochschule gestalten – Instrumente der Steuerung von Nachfrage und Angebot

Das Spektrum der auf den bisherigen ANKOM-Veranstaltungen diskutierten Fragestellungen beleuchtete Aspekte der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung, die auf die Phase  der Entwicklung und Implementation von Verfahren zur Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf hochschulische Studiengänge fokussiert waren. Im gegenwärtigen Prozess der Implementation der Verfahren in die Praxis, der Generalisierung der Verfahren und der Übertragung auf andere Fortbildungen und Studiengänge stellen sich neue Fragen. Es zeigt sich, dass Durchlässigkeit und Anrechnung bestimmte Rahmenbedingungen benötigen, um dem Ziel näher zu kommen, ein Hochschulstudium für mehr beruflich Qualifizierte attraktiv zu machen und Hochschulen zu Orten lebenslangen Lernens für diese Gruppe werden zu lassen. Diese Rahmenbedingungen liegen auf verschiedenen Ebenen: sie berühren die Entwicklung biographischer Bildungsaspiration, sie betreffen die Entwicklung von berufsbegleitend studierbaren Studienangeboten, sie verweisen auf offene Finanzierungsfragen dieser Bildungsphase sowie auf die Herausforderung der Einbindung hochschulischer Studienangebote in die betriebliche Weiterbildung und Personalentwicklung.

Von Seiten der Bildungspolitik wird gegenwärtig versucht, in Form von Modellprojekten sowohl die Angebotsseite ­– z.B. durch Anrechnung und didaktisch auf die Berufserfahrungen abgestimmte Studiengangsentwicklung – als auch die Nachfrageseite – z.B. durch Stipendien, Darlehen und Bildungsberatung – für die hochschulische Bildung beruflich Qualifizierter zu stimulieren. Die Ergebnisse aus ANKOM und konkrete Entwicklungen in den letzten Monaten zeigen, dass es einer genauen Analyse der verschiedenen Instrumente bedarf, um zu wirkungsvollen unterstützenden Maßnahmen für die spezielle Zielgruppe zu gelangen.

Entsprechend der Bedeutung, die die Durchlässigkeit zur Hochschule im Rahmen des lebenslangen Lernens hat, werden auf dem Workshop die gegenwärtigen Erkenntnisstände präsentiert und diskutiert. Ziel ist es,  Modelle guter Praxis zu identifizieren und diese im Hinblick auf ihre Wirksamkeit für die Steuerung von Nachfrage und Angebot zu diskutieren.

 

Weitere Infos zur BMBF-Initiative ANKOM: http://ankom.his.de